Tag der Befreiung

12. Mai 2026

In einem sehr würdigen Rahmen und mit rund 120 Teilnehmern fand der „Tag der Befreiung“ im Peiner Herzberg statt, veranstaltet von der Peiner VVN-Bund der Antifaschisten und dem DGB Peine.

  In ihrer Rede betonte die stellvertretende Superintendentin Dr. Christiane Tjaden die Rolle der Kirche im Nationalsozialismus. Sie sagte: „Glaubensgeschwisterhaben nicht nur als Staatsbürger unsägliches Leid mitverschuldet. Wir als Kirche waren auch mit unseren Lehren Teil des menschenfeindlichen Unrechtregimes.“  Weiter führte sie aus: „Fehler der Vergangenheit müssen wir nicht wiederholen. Jedenfalls dann nicht, wenn wir bereit sind, uns der Vergangenheit zu erinnern und aus ihr zu lernen.“

Ihre Forderung lautete: „Das Vergangene können wir nicht ungeschehen machen. Aber wir können dankbar sein, dass die Zeit der der nationalsozialistischen Herrschaft der 30er und 40er Jahre vorbei ist. Und wir können unser Bestes geben, dass sich Geschichte nicht wiederholt.“

Zuvor hatte der Peiner Kreisvorsitzende der VVN-BdA Peter Baumeister auf die wichtige Rolle des „Peiner Bündnisses für Toleranz“ hingewiesen. Zeitgleich hat dieses Bündnis gegen eine Veranstaltung der AfD in Sierße sofort reagiert und mobilisiert. Die Zivilgesellschaft hat funktioniert.

Die Schülerinnen und Schüler der IGS Edemissen und der HS/RS Bodenstedt-/Wilhelmschule gestalteten die Gedenkfeier mit kurzen, bewegenden Sätzen aus dem Kriegsgeschehen ihrer Heimatländer und machten die Grausamkeit von Gewalt sichtbar. Außerdem wurden Gedichte und Einblicke von Gefangenen in den KZ`s thematisiert. Auch die Freude über die Befreiung wurde eindrucksvoll geschildert.

Musikalisch hervorragend umrahmt wurde das Gedenken von Helmut Horneffer, der zum Schluss das „Lied der Moorsoldaten“ anstimmte.

  Zum Abschluss legten über zehn Parteien und Organisationen am Ehrenmal Kränze nieder.

Peter Baumeister